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Diäten - die Umfrage

 

die Reit-Diät

  1. Teil  23.08.01 116 kg
  2. Teil  04.04.02

Mail an Elli?!


Mit 116 Kilo - hauptsächlich an Bauch, Busen und Oberarmen verteilt - und einer unter der Last in sich zusammensinkenden Wirbelsäule, dem Verlust der Kondition - die ich bisher noch nie besessen habe! - und einem schmerzenden Bandscheibenleiden habe ich heute - 34-jährig - endlich die Nase voll von Diäten.
Von Diät will ich nichts mehr hören.
Ich explodiere, wenn jemand in meiner Gegenwart dieses Wort in den Mund nimmt!
Mit 18 Jahren und 76 Kilo bei 172 cm machte ich meine erste und einzige "Diät": Kochschinken und Spargel - zwei Wochen lang nur das. Ich kriege jetzt noch Gänsehaut!
Ich nahm ab - bis auf 72 Kilo gings runter - dann ging die Beziehung kaputt - und das Gewicht ging rauf!
Nicht, weil ich dem Mann nachtrauerte!
Ich hatte irgendwie das Gefühl, ich hätte in der Zeit der Diät meinem Körper alle lebensnotwendigen Dinge entzogen, und ich sei nun krank geworden.
Ich fühlte mich seither nur wohl, wenn ich genug zu Essen im Haus hatte und viel davon aß.
Und ich aß viel...
Zumindest so viel, dass ich seither immer nur zunahm, nie abnahm.
Dann hat mir meine Schilddrüse den Dienst teilweise aufgekündigt und ich nahm noch mehr zu - rapide und zusehends. Mit Hormonen stoppte ich die rasante Bergfahrt bei, wie gesagt, 116 Kilo!
Aber die Tabletten halfen nicht gegen meine Rückenschmerzen und meine Unbeweglichkeit... Vielleicht wär's das ja:
Ein Medikament, das sportlich macht.
Ich habe lange in mir gekramt und versucht, herauszufinden, was ich eigentlich will. Wie will ich mit meinem Körper umgehen? Wie wichtig ist er mir? Wie soll er aussehen? Was soll er leisten?
Hier das Ergebnis:
Mein Körper ist mir sehr wichtig. Er soll gesund und stark sein, so dass er nicht gleich umfällt, wenn's mal anstrengend wird. Eine bestimmte Form habe ich aber nicht vor Augen. Die ist mir relativ egal. Ich hatte schon immer einen breiten Oberkörper, passte noch nie ins Schönheitsideal - so what!
Aber meine Rückenmuskeln wollte ich unbedingt stärken, damit mir meine Wirbelsäule nicht mehr so weh tut. Schwimmen mag ich nicht so gern, da ich mich nicht gern öffentlich halbnackt präsentiere.
Eine Kollegin erzählte mir von Ihrem Hobby - dem Reiten. Sie sprach vom Reitstall, der Freude, ein Pferd zu pflegen und zu reiten. Dabei fiel mir wieder mein eigener Kleinmädchen-Wunsch ein, reiten zu lernen, ein Pferd zu besitzen.
Gott-sei-Dank hat der Reitstall, in dem meine Kollegin reitet, ein kräftiges Halb-Kaltblut als Schulpferd, das mich tragen kann. Seit drei Monaten bin ich jetzt dabei!
Der stolze Wallach hat noch immer ein bißchen Angst vor mir, vielleicht, weil er mit mir stärker aus dem Gleichgewicht gerät, als mit den Fliegengewichten. Aber wir lernen auch das noch. Natürlich habe ich mehr Probleme als alle anderen Reitschüler dort:
Ich bin kein Kind, wie die Mehrzahl dort, und ich bin stark übergewichtig. Wenn ich mich beim Nach-vorne-Fallen auf den Sattel stützen muss, beanspruche ich schon mal mein Handgelenk über Gebühr. Aber bis jetzt ist noch nichts passiert, was mich vom Reiten abhalten könnte. Und meine Rückenmuskeln werden stärker. Ich habe weniger Probleme beim Sitzen und Stehen. Auch am Bauch kriege ich Muskeln!
Und seither sind 8 Kilo weg. Wobei ich nicht weiß, ob das jetzt vom Reiten kommt oder von den Schilddrüsenhormonen. Ist aber auch egal. Ich mache endlich das, wozu ich Lust habe, ohne mich von meinem Gewicht und meinem Aussehen terrorisiern zu lassen.
Ich reite, weil es mir Spaß macht und alles andere ist Nebensache!
Im Stall guckt auch kaum jemand schief wegen meines Fettes!
Nur mein Schulppferd, der stolze Wallach, wäre bestimmt glücklich, wenn ich 30 Kilo weniger wiegen würde.
Na ja, wenn ich erst mal meine ersten 60 Longen-Stunden hinter mir habe, kommt der richtige Reitunterricht - fast täglich.
Ob ich dann noch Zeit zum Rund-um-mich-zu-Essen finde? Und wenn schon - wen interessiert's?!Elli am 23.08.01

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Tja, im Januar/Februar 2002 war der Traum vom Reiten erst mal vorbei!
Ich bin vom Pferd abgeworfen worden und aus ca. 2 m Höhe auf meinen Steiß geknallt.
Bei ca. 35 Kilo Übergewicht kommt da natürlich mehr Fliehkraft zustande als bei Normalgewichtigen! Meine rechte Ileosakralfuge hat's zerbröselt.
Das ist die knorpelige Verbindung zwischen Becken und Wirbelsäule. Aber nur soweit, dass nichts operiert werden musste. Trotzdem mußte ich fast drei Wochen auf Bewegung verzichten.

Nun frage ich mich, hätte ich diese Verletzung auch gehabt, wenn ich leichter gewesen wäre?
Oder wäre es noch schlimmer gekommen, wenn mich nicht die dicke Fettschicht geschützt hätte?
Obwohl - am Steiß ist die bei mir nicht viel dicker als bei normalgewichtigen Leuten.

Nichts desto trotz überlege ich gerade, mir ein Pferd zu kaufen.
Der Umgang mit diesem wunderschönen Tier an der frischen Luft ist etwas Unvergleichliches!
Ich werde es, falls ich mir tatsächlich ein Pferd kaufe, erst mal nur vom Boden aus trainieren.
Das hat den netten Nebeneffekt, dass ich selbst trainiert werde.
Schließlich ist man mit einem Pferd um sich immer in Bewegung. Und sollte ich dann abgenommen haben, meine Muskeln wieder aufgebaut haben (ich trainiere auf meinem Crosstrainer) und immer noch Lust haben, zu reiten, na, dann lasse ich das Pferd eben doch noch einreiten - bisher kann die Stute, die ich kaufen kann, noch nicht sonderlich viel!
Aber sie ist ein Friese - die sollen ja ganz leicht einzureiten sein.
Mal sehen.
Mein Gewicht wird jedenfalls nicht runter gehen, solange ich nur am Schreibtisch sitze, was ich berufsmäßig 40 Stunden die Woche mache.
Ich berichte euch, wenn's was Neues gibt!

Liebe Grüße,
Elli am 04.04.02

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